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Keramiköfen: Ökologie und Tradition

Keramiköfen: Ökologie und Tradition

Der vor mehreren Jahrhunderten geborene Keramik- oder Kachelofen mit der Entwicklung von Holzenergie hat mehr denn je eine glänzende Zukunft vor sich. Marcel Lantz, CEO der Firma Oliger, erklärt uns alles. Interview von Bérangère Larivaud

Was ist der Ursprung von Keramiköfen?

Keramiköfen, auch Kachelöfen genannt, wurden im 14. Jahrhundert in Österreich geboren. Sie stammen aus der ersten glasierten Terrakotta. Im Elsass begann ihre Herstellung im 18. Jahrhundert. Sehr reich verziert und raffiniert waren sie die Öfen der Reichen. Die schönsten waren in den Schlössern. Die Armen begnügten sich mit gusseisernen Öfen. Keramiköfen entstanden bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Aber mit der Ankunft von Heizöl und Elektroheizung hat ihre Herstellung fast aufgehört. Der Ölschock in den 1970er Jahren veranlasste Handwerker und Unternehmen wie uns, Oliger, die Herstellung dieser traditionellen Öfen wieder aufzunehmen.

Was ist das Funktionsprinzip von Keramiköfen?

Es gibt zwei Arten von Keramiköfen. Inertia oder Dauerheizöfen. Es ist die am meisten hergestellte Kategorie. 40% der freigesetzten Wärme stammt aus der beim Zünden erzeugten heißen Luft und 60% aus der im Steingut angesammelten Wärme, die dann durch Strahlung im Raum für ein Dutzend Stunden wiederhergestellt wird. Der große Vorteil dieser Inertia-Öfen ist, dass Sie ihre Intensität an die Bedürfnisse des Tages anpassen können. Massenöfen oder Slow-Herde, die aus den nordischen Ländern stammen, heizen nur durch Strahlung. Wir haben einen guten Ausbruch für ein bis drei Stunden. Die Wärme wird in der Masse des Ofens gespeichert, der die Wärme dann für ein Dutzend Stunden abgibt. Aber dieser Ofentyp ist sehr schwer und sperrig und Sie können die Intensität nicht einstellen.

Wie sehen diese Öfen aus?

Sie bestehen aus 6 cm starkem Terrakotta, dessen Rezeptur je nach Hersteller unterschiedlich ist. Massenöfen sind dicker. Die traditionellen Keramiköfen sind mit farbigen und strukturierten Steingutelementen bedeckt, mit Reliefs und Vertiefungen sowie ornamentalen Mustern, insbesondere Blumen, aber auch Figuren. Kunden können die Farbe wählen, um mit ihrem Innenraum zusammenzupassen. Heute bieten wir auch Keramiköfen mit zeitgemäßer Linienführung an. Sie sind glatter, quadratischer und haben weniger Reliefs.

Was kostet ein Keramikofen?

Für einen Schwungmassenofen sind durchschnittlich 5.000 € Posen enthalten und daher mit 5,5% Mehrwertsteuer. Für einen Massenherd liegt der Durchschnitt bei rund 10.000 Euro, ebenfalls inklusive Einbau. Der Ofen wird in einem Werkskit hergestellt und an einem Tag beim Kunden montiert.

Profitieren Keramiköfen von einer Steuergutschrift?

Ja, wenn sie das Green Flame-Siegel tragen oder der Norm EN-NF 13 240 entsprechen. Im Jahr 2009 betrug die Steuergutschrift 40%. Im Jahr 2010 stieg es auf 25%. Wenn dies vom Senat bestätigt wird, sollte es jedoch bei 40% bleiben, da es sich um den Austausch eines vorhandenen Ofens handelt.Um mehr zu erfahren: www.oliger.com